Das Lymphödem

Frühzeitiges Erkennen eines Lymphödems

Die frühzeitige Diagnose verhindert das chronische Stadium des Ödems. Eine einfache Möglichkeit, entstehende Ödeme selbst zu erkennen, besteht darin, mit dem Daumen ca. 10 Sekunden lang das betroffene Gewebe einzudrücken. Wenn die auftretende Hautdelle nicht sofort nach Beendigung des Drucks wieder verschwindet, deutet das auf ein Ödem hin. In diesem Fall ist es ratsam einen Spezialisten aufzusuchen.

Die Kompressionstherapie beim Lymphödem

Die Kompressionsbehandlung nimmt beim Lymphödem einen zentralen Stellenwert ein mit dem Ziel den Gewebedruck zu erhöhen, um eine Verbesserung der Flüssigkeitsaufnahme in die Lymphgefäße zur erreichen. Nach medizinischen Empfehlungen wird zunächst mit manueller Lymphdrainage, Bewegungsübungen und Kompressionsverbänden eine Reduzierung und Stabilisierung des Lymphödems erzielt. Anstelle der Verbände tritt anschließend der Kompressionsstrumpf zur Langzeittherapie. Die Verordnung der Kompressionsklassen richtet sich nach individuellen Faktoren wie Rückstauneigung und Schwäche des Bindegewebes. Der Kompressionsstrumpf wird nach individuellen Bedürfnissen der Patienten, wie zum Beispiel berufliche Umstände, Mobilität und Alter, im Fachhandel angepaßt.